Episoden

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Preissteigerung

Folge 01 mit Ulrike Herrmann (taz)

Was können Politikerinnen und Politiker tun, um die Preise stabil zu halten? Wir bekommen das gleiche Geld, aber Produkte und das Leben werden immer teurer. Unternehmen fahren Rekordgewinne ein, während Konsumentinnen und Konsumenten höhere Kosten tragen müssen. Wie genau sehen die Zusammenhänge zwischen Corona, russischem Angriffskrieg und Inflation aus? Wir schauen darauf, wie wir in der aktuellen ökonomischen Situation gelandet sind und was das für dich, die Gesellschaft und die Wirtschaft bedeutet. Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es auf nationaler und europäischer Ebene? Wir verschaffen uns einen Überblick mit Ulrike Herrmann, Wirtschaftskorrespondentin der TAZ.

Schulden: Gibt es eine gute und schlechte Verschuldung?

Deutschland spart sich derzeit mit der Schuldenbremse noch tiefer in die Krise. Statt in die Zukunft zu investieren, will Deutschland Schulden abbauen. Sind die aktuellen Schuldenregeln ökonomisch begründbar oder rein politisch motiviert? Wo und wie kann man sinnvoll kürzen und sparen, ohne ein mögliches Scheitern der grünen Transformation und das Verfehlen der Klimaziele zu riskieren? Wir werfen einen Blick darauf, welche alternativen, investitionsorientierten Verschuldungsregelungen wir dringend brauchen und warum wir unsere Haltung zu Schulden überdenken müssen – mit Achim Truger, Wirtschaftsweise der Bundesregierung.

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Generationengerechtigkeit: Ist die Kürzungspolitik gerecht für kommende Generationen?

Kürzungen auf Kosten der Zukunft? Deutschland droht mit durch mangelnde Investitionen in vielen Bereichen wie Bildung, Digitalisierung und Klima den Anschluss zu verlieren. Aber was bedeutet die aktuelle Haushaltspolitik für die kommenden Generationen? Derzeit werden wir den Herausforderungen der Zukunft nicht gerecht. Besonders weil Finanz- und Haushaltspolitik ermöglichende Politikfelder sind, muss sich dort dringend etwas ändern, damit wir endlich eine generationengerechte Politik betreiben können. Wie wir das schaffen können – darüber reden wir mit Carl Mühlbach von Fiscal Future.

Klimakrise: Wie befeuern Banken die Finanzierung von fossilen Projekten?

Wir stehen mitten in der Klimakrise, in der die Verantwortung zu handeln oft auf einzelne Menschen abgewälzt wird. Doch damit wir eine realistische Chance auf Veränderung haben, müssen wir das Thema politisch angehen. Was muss finanz- und haushaltspolitisch getan werden, um endlich den größten Hebel zu betätigen und klimaschädliche Ausgaben und Subventionen effektiv zu unterbinden? Wir werfen einen Blick darauf, wie Projekte, die auf fossilen Brennstoffen basieren, finanziert werden, wie Regierungen ihre Versprechen brechen, keine öffentlichen Gelder mehr für fossile Energien bereitzustellen, und warum die aktuellen politischen Konflikte in diesem Bereich aus Klimasicht katastrophal sind. Wir schauen auf die großen Banken und internationale Projekte, aber auch auf die kleineren Dinge, wie die Möglichkeiten, als Privatperson klimafreundlich Geld anzulegen und somit nicht unbewusst die Förderung fossiler Projekte zu unterstützen – mit Regine Richter von Urgewald e.V.

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Soziale Ungleichheit: Schere zwischen Arm und Reich

In der aktuellen Krise werden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer. Die Einkommensungleichheit wächst, während das Ziel einer sozialen Gerechtigkeit immer weiter in die Ferne rückt. Aber warum beißt sich unsere Gesellschaft gerade bei dem Thema der gerechten Umverteilung die Zähne aus? Wir zeigen, wie eine zielgerichtete Politik die Ungleichheit angehen kann, wir unsere Beziehung zu „marktkonformen“ Handeln überdenken müssen und endlich den Erfolg unserer Gesellschaft nicht nur am BIP messen sollten - mit Ulrich Schneider, Geschäftsführer vom Paritätischen Gesamtverband.

Steuergerechtigkeit: Was können wir gegen Vermögensungleichheit tun?

Starke Schultern müssen mehr tragen – so sagen wir es zumindest in Deutschland, wenn wir von einer gerechten Gesellschaft sprechen. Doch schauen wir genau hin, ist dies auf Steuern bezogen ganz und gar nicht der Fall. Im internationalen Vergleich sind wir Weltmeister darin, niedrige und mittlere Einkommen relativ hoch und Vermögen relativ niedrig zu besteuern. Deutschland, ein Niedrigsteuerland. Was zahlt ein*e „typische*r“ Millionär*in und was ein durchschnittlicher Haushalt? Was wird überhaupt wie besteuert, und welche Steuern wirken sich unterschiedlich auf die Einkommensklassen aus? Wie Deutschland zur Demokratie mit der größten Vermögensungleichheit geworden ist, und wie wir den Umschwung zu einer gerechteren Besteuerung für alle schaffen - darüber reden wir mit Julia Jirmann vom Netzwerk Steuergerechtigkeit. 

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Arbeit: Verschiebt sich das Machtverhältnis auf dem Arbeitsmarkt?

Ständig hören wir von Fachkräftemangel, steigender Arbeitslosenquote oder fehlenden Jobaussichten. Doch welche Probleme stecken tatsächlich hinter diesen Begriffen und warum hat sich unser Arbeitsmarkt zu dem entwickelt, was er heute ist? Wir blicken auf die neuesten Veränderungen im Bereich der Industriepolitik und betrachten, wie diese sich auf das Kräfteverhältnis zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden auswirken. Könnte es sein, dass der Fachkräftemangel hauptsächlich durch unzureichende Bezahlung und schlechte Arbeitsbedingungen entstanden ist? Welche langfristigen demokratischen Wendepunkte durch arbeitsmarktpolitische Entscheidungen hervorgerufen werden können - darüber sprechen wir mit Sebastian Dullien, wissenschaftlichem Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung. 

Gleichberechtigung: Feministische Finanzpolitik

Wenn es um Vermögen geht, haben wir eine riesige Ungleichheit in unserer Gesellschaft, die zwischen den Geschlechtern sogar noch größer ist. Mit unserer derzeitigen Finanz- und Steuerpolitik verschärfen wir aktuell sogar dieses Ungleichgewicht. Warum ist das so? Abgesehen von der ungerechten Vermögensverteilung, ist zusätzlich das extreme Risiko der Altersarmut für Frauen bedenklich. Warum wir dringend eine feministische Finanzpolitik benötigen und wie wir den aktuellen Kreislauf durch bewusstes Gender-Budgeting brechen können - darüber sprechen wir mit Miriam Rehm, Professorin für Sozioökonomie mit Schwerpunkt auf empirischer Ungleichheitsforschung an der Universität Duisburg-Essen. 

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Wohnen: Ist Wohnraum ein Finanzprodukt?

Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware, die Wohnungssuche ein Kampf und die Idee vom Hauskauf rückt für viele in weite Ferne. Wohnungsnot ist in Deutschland ein reales Problem, besonders hart betroffen sind Alleinerziehende und Familien. Wir betrachten das Thema aus finanzpolitischer Perspektive. Die Liberalisierung war eines der größten neoliberalen Experimente und ist krachend gescheitert- der aktuelle Immobilienmarkt löst das Problem der Wohnungsnot nicht und bedient nur diejenigen, die gut zahlen können. Wie hat sich das Wohnen von einem Gebrauchsgut zu einem Finanzprodukt entwickelt und wie kann auf EU-Ebene gegengesteuert werden? Wir werfen einen Blick darauf, mit welchen neuen Instrumenten die Politik jetzt eingreifen kann und welche bewährten Maßnahmen reaktiviert werden sollten – mit Susanne Heeg, Professorin für Geographische Stadtforschung am Institut für Humangeographie in Frankfurt. 

Wirtschaftsystem: Wie kann ein neues System aussehen?

In den USA und China beobachten wir bereits einen Bruch mit dem aktuellen Wirtschafts- und Finanzsystem, und dass sich an der Finanzsituation in Europa etwas ändern muss, ist klar. Aber wie würde eine große Wirtschaftsreform aussehen? Aktuell erleben wir bereits eine ökonomische Zeitenwende in der Industriepolitik mit Konsequenzen für Europa. Mit unseren derzeitigen, bescheidenen EU-Budgets können wir sehr schlecht auf System- und Paradigmenwechsel reagieren. Wie können wir verhindern, dass Europa bei Kerntechnologien der Zukunft abgehängt wird, und wie können wir uns mit progressiver Industriepolitik gegen populistische Kräfte positionieren? Darüber sprechen wir mit Dr. Nils Redeker, stellvertretendem Direktor des Jacques Delors Centre.

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Europa für alle: Ein Ausblick für zukunftsfähige europäische Finanzpolitik

Folge 11 mit Rasmus Andresen

Wir sprechen darüber, wie wir aus einem Europa für wenige ein Europa für alle machen können. Welche finanzpolitischen Entscheidungen können dazu beitragen, und welche Weichen müssen jetzt dafür gestellt werden? Host Anna-Lena Kümpel spricht mit Co-Host Rasmus Andresen (Europa-Abgeordneter der Grünen im Wirtschafts- und Haushaltsausschuss) über seine Vision eines gerechten und inklusiven Europas mit Fokus auf kommende Herausforderungen und Chancen in der EU-Finanzpolitik: Wie können wir konkret die soziale Ungleichheit verringern, eine geschlechtergerechte Haushaltspolitik etablieren und den Wohnungs- sowie Arbeitsmarkt gerechter gestalten? Welche Reformen sind mit der kommenden Europawahl konkret notwendig? Ein Ausblick auf die kommenden Herausforderungen und Chancen in der EU-Finanz- und Budgetpolitik.

Klimakrise: Wie finanzieren wir die Transformation?

Die Finanzierung der Klimawende ist eine der drängendsten Fragen unserer Zeit. Während Europa zu den Regionen gehört, die sich am schnellsten erwärmen, bleibt die Frage, wie wir die notwendigen Maßnahmen gegen die Klimakrise finanzieren können, ohne dabei unsere Wirtschaft zu gefährden. Mit Marcel Fratzscher, dem Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), haben wir darüber gesprochen, wie diese Finanzierungslücke geschlossen werden kann. Wir diskutieren den Zusammenhang zwischen Klimaschutz, sozialer Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Transformation in Europa und wie politische Mehrheiten für ambitionierte Klimaziele gewonnen werden können. Welche Folgen hat es für unseren Arbeitsmarkt und unseren Wohlstand, wenn die notwendigen Investitionen ausbleiben? Welche finanziellen und politischen Herausforderungen liegen noch vor uns und wie könnte ein Weg aussehen, damit Europa seine Ziele erreicht?

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Ungleichheit: Wie erreichen wir endlich eine gerechte Vermögensverteilung?

Während wenige Reiche immer reicher werden, hat die Mehrheit der Bevölkerung am Ende des Monats immer weniger – eine Entwicklung, die sich seit der Pandemie deutlich verschärft hat. Erbschaftssteuer, Finanztransaktionssteuer oder ein Renditedeckel sind Maßnahmen, die gegen die aktuelle Ungleichheit helfen könnten. Solche Methoden könnten unmittelbaren Einfluss auf das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger haben: Gesundheitsversorgung, Bildung und öffentliche Verkehrsmittel. Das würde allen zugutekommen und den sozialen Zusammenhalt stärken. Denn zum Beispiel die Daseinsvorsorge im Pflegesektor oder die Wohnraumversorgung müssen so organisiert sein, dass die Grundbedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt stehen und nicht die Gewinnmaximierung. Welche Instrumente die Europäische Union nutzen kann, um gegen eine wachsende finanzielle und soziale Ungleichheit vorzugehen, was das für dich bedeuten würde und wie mögliche Lösungen wie ein Renditedeckel wirken – darüber sprechen wir mit Tobias Hauschild, Leiter Soziale Gerechtigkeit bei Oxfam Deutschland. 

Wettbewerb: Die Macht der Großkonzerne brechen

Apple, Google, Telekom oder die Deutsche Bahn - alles Großkonzerne, die ihre Sektoren dominieren und erheblichen Einfluss auf Wettbewerb und Konsument*innen haben. Das führt zu einem Ungleichgewicht und kann demokratische Prozesse beeinflussen, wie zuletzt bei Elon Musk und X sichtbar. Die Zerschlagung von Monopolen, wie das Beispiel Bell-System zeigt, kann Innovation fördern und dient mehr den Verbraucherinteressen als der Profitmaximierung. Der EU Digital Services Act (DSA) zielt darauf ab, den Missbrauch von Marktmacht zu unterbinden, hat aber noch Lücken. Die Entwicklung der Märkte und die Notwendigkeit europäischer Regulierung zur Verhinderung von Marktmachtkonzentration sind zentrale Themen. Darüber sprechen wir mit Monika Schnitzer, einer Expertin für die Macht von Großkonzernen und Mitglied des Sachverständigenrates der Bundesregierung.

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Lohnentwicklung: Schützt der Mindestlohn ausreichend vor Armut?

Trotz der Einführung des Mindestlohns in Deutschland im Jahr 2015 leben viele Mindestlohnempfänger*innen noch in Armut. Auch im internationalen Vergleich hat Deutschland einen vergleichsweise niedrigen Mindestlohn. Während Wirtschaftsverbände vor weiteren Erhöhungen warnen, fordern Gewerkschaften einen Anstieg des Mindestlohns. Doch welche Auswirkungen hätten die jeweiligen Schritte auf die Wirtschaft und die Arbeitnehmenden? Welche Rolle spielen Tariflöhne für den Mindestlohn und welche weiteren Maßnahmen sind notwendig, um der breiten Masse mehr finanziellen Spielraum zu geben? Darüber sprechen die Hosts Anna-Lena Kümpel und Rasmus Andresenmit Mario Bossler, Forscher für empirische Arbeitsökonomie an der TH Nürnberg.

Landwirtschaft: Von Bauernprotesten zur Neuausrichtung der Agrarpolitik?

Es steht außer Frage, dass Veränderungen in der Landwirtschaft dringend notwendig sind, insbesondere vor dem Hintergrund, dass viele Landwirt*innen nicht mehr kostendeckend arbeiten können. Neben Subventionen und Umweltstandards gilt es, eine gerechte Verteilung der Gewinne zu gewährleisten, um diejenigen fair zu bezahlen, die sich um unsere Nahrungsversorgung kümmern. Welche Subventionen gibt es derzeit? Wie können wir einen nachhaltigen Umbau der Subventionen bewerkstelligen, ohne die Landwirtschaft zu gefährden? Und welche Rolle spielt dabei die EU?

Zur Diskussion dieser Fragen haben wir mit der Agrarökonomin Beate Richter vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) gesprochen. Welche Anreize können gesetzt werden, um nachhaltiges Handeln zu fördern und wie kann man die Machtverhältnisse sowie Marktmonopole der Nahrungsmittelkonzerne entflechten? Eine Windfalltax könnte hier ein möglicher Ansatz sein. Was man darunter versteht, auch darüber sprechen die Hosts Rasmus Andresen und Anna-Lena Kümpel mit Beate Richter.

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Gebaute Umwelt: Wie schaffen wir nachhaltigen und bezahlbaren Wohnraum?

Inmitten steigender Mieten in Städten wie Berlin und einem dramatischen Mangel an Sozialwohnungen in Deutschland stehen Herausforderungen im Wohnungsbau, die neue Finanzierungsmodelle und politische Strategien erfordern. Der Architects' Council of Europe (ACE) setzt sich für die Interessen von Architekten ein und beteiligt sich an der Entwicklung von Lösungen für bezahlbaren Wohnraum und nachhaltige Bauweisen. In Diskussionen und Initiativen wird auch die soziale Dimension des Wohnens hervorgehoben, insbesondere die Auswirkungen der Wohnqualität auf die soziale Sicherheit und Gesundheit.